Magnitude - Surface Brightness
Eine weitere, sehr interessante Option ist der Modul Magnitude-Surface Brightness. Auch dieser kann durch ein Piktogram direkt aufgerufen werden (oder auch aus dem drop-down Menu).
Da es sich um eine photometrische Messung handelt, sind bestimmte Voraussetzungen sinnvoll einzuhalten - das verwendete Bild sollte ein Rohbild sein, wenn es sich nicht um ein einzelnes Rohbild handelt, so um einen unter kontrollierten und dokumentierten Bedingungen gemachten Stack. OSC Bilder sind auch möglich, aber die Aussagekraft ist weniger stark als Aufnahmen mit entweder entsprechenden Sloan- oder definierten LRGB Filtern.
So sieht der Einstieg in diesen Modul aus
Zuerst werden die laut Koordinaten im Bild vorhandenen Sterne eingeladen, dann wird der Nullpunkt errechnet. Dieser "ZP", zero point ist das rechnerische Bindeglied zwischen den photometrischen Ergebnissen die man auf Grund des Bildes erhalten kann und den standardisierten (geräteunabhängigen) Magnituden der Astronomie.
Der ZP ist diejenige Magnitude eines Objekts, das unter Verwendung der Ausrüstung einen Count/Sekunde auf dem verwendeten Detektor (der Sensor der Kamera) liefert. Die Berechnung der instrumentellen Magnitude ist vor etwa 170 Jahren erstellt worden und ist wie folgt:
m(inst) = -2.5log (10)F/t mit F als Pulsanzahl gemessen und t der Belichtungszeit in Sekunden. Diese instrumentelle Magnitude ist nicht konstant, sie verändert sich mit der Zeit durch verschiedene Prozesse wie etwa Alterung des Sensors und wird daher für genaue Berechnungen immer wieder ermittelt. Hat man diese instrumentell basierte Magnitude, so kann man an Hand der geräteunabhängigen Daten ein Diagram erstellen.
Dazu wählt man (Step 3) einen interessierenden Bereich des stark gestreckten Bildes aus. Das Bild ist ein Rohdatenstack von NGC2841 bei 1950mm fl aus meinem Gartenobservatorium
und kommt so zu den Diagrammen - in dem Fall dieses Beispiels zu Lmag weil es ein L-Stack ist.
Hier die Grafik, welche die instrumentellen Werte den Katalogwerten gegenüberstellen.
Die Beziehung zwischen den instrumentellen Daten und den Katalogdaten sollte bei gutem Equipment eine lineare Beziehung sein - so wie am Bild zu sehen ist.
Als weitere Option kann man nun im Step4 den gewählten Bereich des Bildes berechnen lassen
Die errechnete Background Surface Brightness ergibt einen Rechenwert für die Bortleskala, die zwar ziemlich richtig klingt, aber durch die Entwicklung des Bildes beeinflußt wird. In diesem Fall ist das Ergebnis B4 meiner Gegend recht gut entsprechend.
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