HaloBgon
Halo - also ein leuchtender Ring um einen Stern herum, ist bei den meisten Sternen ein wichtiger Bestandteil, denn er enthält die Sternfarbe. Nimmt man eine Galaxie, einen Nebel oder sonst ein Target des Nachthimmels auf, so sind naturgemäß die Sterne praktisch immer stark überbelichtet und fast immer weiße Punte oder Scheiben. Nur das sehr schwache Leuchten um einen Stern herum - vor allem bei großen Sternen, dieses enthält noch die Farbe des Sterns.
Daher muß man sowohl bei der Sternverkleinerung also auch bei der Reduktion des Halos vorsichtig sein - ein zuviel löscht die Farbreste aus und was übrig bleibt, ist nur ein weißes Loch.
Die Reduktion des Halos beruht vereinfacht auf der Absenkung eines mittleren Helligkeitsbereiches unter Berücksichtigung des Ortes des Sterns. Idealer Weise erkennt ein Programm den Ort des Sterns und senkt dann in einem wählbaren Durchmesser die Mittenbereiche ab. Dadurch wird das Halo schwächer. Das ist aber sehr aufwendig und daher wird einfach fast immer nur der Mittenbereich abgesenkt - was bedeutet, dass auch der mittlere Helligkeitsbereich des gsamten Bildes abgesenkt wird - und das ist sehr oft nachteilig für den Gesamteindruck eines Bildes.
Der Modul wird durch Anklicken des entsprechenden Ikons aufgerufen und sieht dann so aus:
Man kann die Stärke in einigen Stufen wählen, die niedrigste ist bereits eine schwache Reduktion des Halos und reicht meistens aus.
Ist das Halo bläulich und ist das Bild zB ein Reflexionsnebel, der von einem blauen Stern beleuchtet wird, so kann bereits eine geringe Reduktion des Halos einen recht nachteiligen Effekt auf das ganze Bild haben.
Ein Beispiel dazu - M20. Ein Reflexionsnebel und auch Emissionsnebel. Der blaue Reflexionsnebel wird durch die Reduktion des Halos stark beeinflusst - wie man hier sieht. Dabei war die Reduktion auf sehr schwach eingestellt.
Zuerst das Originalbild - ein kleiner Ausschnitt daraus:Und hier nach der Anwendung der schwachen Haloreduktion
Man sieht, wie auch der Reflexionsnebel stark abgedunkelt wurde - was nicht erwünscht ist.
Anders sieht es aus, wenn die Halos um die Sterne eine komplett andere Farbe haben als die meisten sternlosen Bildanteile, dann kann man durch ein vorsichtiges Absenken der Hellikkeit des Sternhalos einen recht guten Bildeindruck erzeugen. Aber auch hier ist Vorsicht notwendig - wie man auch sehen kann, werden die Sterne alle etwas kleine und die Kanten härter, was leicht zu lochartigen Punktsternen führt.
WIP
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