Frequency Separation
Was ist Frequency Separation - Abtrennung von Frequenzen?
Jedes Bild enthält Informationen unterschiedlicher Frequenzen, also Bildinhalte, die alle zusammen das fertige Bild ergeben aber jede für sich einen unterschiedlichen Beitrag zum gesamten Bild liefert. Durch gezielte Veränderung bestimmter Frequenzen ist es möglich ganz bestimmte Aspekte eines Bildes zu verstärken, abzuschwächen oder andersweitig zu modifizieren.
Die Suite bietet dafür einen Modul, Frequence Separation.
Als Beispiel dient hier eine entsterne Aufnahme von M16, einem Nebelgebiet, das auch die durch Hubble Aufnahmen bekannt gewordene Nebelformat "Pillars of Creation" enthält. Der Dynamikumfang ist groß wobei einige feine Helligkeitsunterschiede im hellen Bereich zu finden wären.
Wichtig bei dieser Methode ist, es, nicht zu viel zu machen, weniger ist auch hier mehr!
Nach dem Laden des Bildes in den Modul ist dieses Bild zu sehen - eine geteilte Darstellung mit links dem hochfrequenten Anteil und recht dem niedrigfrequenten Anteil - die Aufteilung erfolgt automatisch aus den Grundeinstellungen, die beim Laden angewendet werden.
Man kann sehen, dass links feine Details zu sehen sind, während rechts ein eher verwaschenes Bild erscheint. In Photoshop und anderen Bildbearbeitungsprogrammen wird so eine Anwendung oft Hochpassfilter genannt.
Das linke Bild mit den vielen zarten und feinen Details kann man nun auf verschiedene Arten bearbeiten. Wenn man als ersten Schritt eine Auftrennung der Frequenz (Detail-)bereiche gemacht hat - der Standardwert von 10px ist oft nicht passend, und diesen neuen Wert auch mit Apply angewendet hat erscheint klarerweise eine neue, andere Darstellung
Hier habe ich etwa 5 Pixel als Trennschwelle genommen. Die Inhalte sind kaum zu sehen, sehr fein und sehr wenig kontrastiert. Als Trennmethode erscheint mit Gaussian als besser als die anderen beiden Optionen (Median, Bilateral)
Es gibt nun zwei, auch kombinierbare Methoden für die Detailverstärkung - einmal HF Enhacement, also eine Methode die meistens Unscharf Maskierung genannt wird. Hier wird die Stärke eingestellt - der Radius ist ja bereits durch die Trennschwelle definiert. Sie ergibt schnell ein Ergebnis, das aber oft zu hart und zu wenig differenziert sein kann.
Besser ist es meistens, eine Kombination von etwas HF Enhancement und zur Feinmodellierung das Wavelet Sharpening zu kombinieren. Je nach Einstellung des Levels und des Verstärkungsfaktors kombiniert mit einer sanften Entrauschung kann man so gute und fein gezeichnete Verstärkung erzeugen, die nicht durch zu harte Übergänge und Kanten störend wirkt.
Jetzt kann man die beiden Frequenzanteile wieder kombinieren und ein neues Bild erzeugen oder das vorhandene Bild ersetzen lassen.
Links das vorher bearbeitete Bild, rechts das originale Bild. Schön ist bei SetiAstroSuite Pro auch die Möglichkeit, beide Bilder nebeneinander im Komperator direkt vergleichen zu können. Dazu wird die Option History aufgerufen und als Ausgangsbild das "Current" gewählt, also das Bild, das man gerade erzeugt hat. So kann man das originale Bild mit dem jetzt verstärkten Bild direkt mit einem Schieberegler am Bild vergleichen
Natürlich kann man auch die beiden Bilder nebeneinander stellen, auf gleichen Zoomwert und Position bringen und direkt vergleichen - links das mit der Frequence Separation erstellte und recht das originale Bild
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